nFreaks Header
Partner
N-Mag Nintendo-Power N-Revolution
Animal Crossing

Animal Crossing ist das erste Spiel, das komplett in Echtzeit abläuft und damit eines der innovativsten Spiele.
Fangen wir aber mit den weniger innovativen Sachen an.
Bevor ihr nach Animal Crossing umziehen könnt, benötigt ihr eine Memory Card mit mindestens 57 freien Blöcken.
Was liegt also näher, als die gratis Memcard, die Nintendo der Packung beigelegt hat in Slot B zu stecken und sie da auch für eine laaaaange Zeit zu lassen, aber dazu nachher mehr.
Startet ihr das Spiel zum ersten Mal, findet ihr euch in einem Zug wieder.
Bei einem Gespräch erzählt ihr eurem Gegenüber (einer Katze), dass ihr gerade umzieht, aber noch nicht wisst, wo ihr wohnen werdet.
Die Katze geht ins Nebenabteil telefonieren; ihr Bekannter Tom Nook hat vier freie Häuser und kann euch eins günstig anbieten; was für ein Zufall ;)
Angekommen in eurer neuen Heimat werdet ihr direkt wieder mit der Realität konfrontiert; nämlich mit dem Geld.
Ihr habt leider nur 1.000 Sternies dabei, die reichen aber nicht für ein Haus, so klein es auch sein mag.
Tom Nook bietet euch an, in seinem Supermarkt als Aushilfe zu jobben.
Nach den ersten Aufgaben habt ihr die erste Anzahlung für euer Haus geschafft und dürft tun was ihr wollt.
Also auf ins Abenteuer Leben.
Wie schon erwähnt, läuft Animal Crossing in Echtzeit ab, dass heißt dass ihr das Spiel nicht einfach an einem Abend durchzocken könnt.
Wer zu lange am Abend spielt wird sich sicherlich schon vorstellen was Nachts in der Stadt passiert.
Ich meine hier nicht die Gerüchte, die von Geistern berichten und auch nicht die Müllabfuhr, sondern den Shop, die Post und eure Nachbarn (die allesamt Tiere sind; daher Animal Crossing).
Die Öffnungszeiten des Shops (9 – 22 Uhr) können einem schon mal zur Verzweiflung treiben, wenn man an einem regnerischen Abend noch mal angeln war.
Wohin nur mit den Fischen?
Verkaufen, verschenken, vergraben, verschicken… ?
Ihr habt die Wahl, aber eben nur tagsüber, denn zu später Stunde gehen nach und nach auch eure Nachbarn zu Bett.
Die frühste mir bekannte Zeit ist 21Uhr, eine Mischung aus Spitzmaus und Stinktier (Rafael) habe ich noch nie schlafen gesehen.
Schon lustig, wenn abends die Leute teilweise einfach vor ihrem Haus einnicken ^^
Selbstverständlich merkt ihr die Tageszeit nicht nur an der Uhr in der unteren rechten Ecke und den Mitbürgern, sondern auch an den Lichtverhältnissen.
Hinzu kommt auch eine optische Veränderung in den einzelnen Jahreszeiten.
War es im Sommer noch schön grün wird jetzt im Herbst alles allmählich braun und die ersten Pilze fangen an aus dem Boden zu sprießen.
Nicht mehr lange und meine Stadt „Klatsch“ ist mit Schnee bedeckt :)
Kommen wir aber nun zu den Dingen die ihr tagsüber erledigen könnt.

Als Ziel des Spiels könnte man zwei Sachen nennen;
1. Das schönste Haus in der Stadt haben
2. Allemöglichen Items sammeln
Die Häuser können mit einer schier unendlichen Menge an Dingen ausgestattet werden.
Angefangen bei Schränken, Tischen und Stühlen werdet ihr auch an Toiletten und CD-Playern nicht vorbeikommen.
Samstags kommt der Sänger Tokakeke in die Stadt und hat, wie jeder Straßenkünstler auch CDs seiner Songs dabei, dir ihr im heimischen CD-Player abspielen könnt.
Zudem gibt es auch noch die Lehmfiguren, „Gyroiden“ genannt, die ihr nach regnerischem Wetter ausgraben könnt.
Gemeint sind damit kleine, lustige Figuren die rumzappeln und Geräusche machen.
Angelehnt sind sie an alte asiatische Schutzfiguren, die aus Lehm hergestellt wurden.
Eine Art der Items setzt sich aber selbst bei solcher Konkurrenz ab: die NES-Konsolen.
Sie bieten die 1:1 Umsetzungen von vielen NES Klassikern, die ihr entweder auf dem TV spielen oder in den Speicher eures GBAs laden könnt.
Schaltet ihr den Handheld aus, ist das Spiel natürlich weg, aber zum Glück bleibt die Konsole in eurem Heim.

Um an die Items zu kommen gibt es einige Möglichkeiten.
Zum einen gibt es Werkzeuge bei Tom Nook zu kaufen (Schaufel, Angel, Kescher und Axt), zum anderen schenken ich eure neuen Freunde die eine oder andere Sache, wenn ihr ihnen helft.
Bei der Erkundung der Stadt findet ihr unter anderem auch ein Museum.
Hier könnt ihr eure gefangenen Fische und Insekten abgeben.
Eine Kunsthalle fehlt natürlich auch nicht.
Nur leider ist alles noch leer und ihr müsst es füllen.
Die Skelette der Dinosaurier könnt ihr mittels der Schaufel ausgraben, aber so sind sie noch nichts wert; ihr wisst nämlich nicht, was ihr in Händen haltet -.-
Aber es gibt eine Untersuchungskommission, die ihr per Post erreichen könnt.
Ihr schickt einfach die Fossilien per Brief weg und erhaltet täglich bis zu 3 fertig untersuchte Teile zurück.
Wer denkt, die Post wäre nur dafür da, der irrt sich.
Wer hätte es gedacht, ihr könnt auch allen anderen Leuten in eurer Stadt schreiben.
Solltet ihr etwas Verständliches schreiben, bekommt ihr sogar eine Antwort, teilweise auch ein Geschenk :)

Ihr könnt maximal 15 Items mit euch rumschleppen, ist euer Inventar voll geht ihr am besten zu Tom Nook und verkauft alles was nicht festgeschraubt an ihn.
Habt ihr genug Geld angesammelt könnt ihr euch ja mal um eure Schulden kümmern, die bei der Postbank eingezahlt werden.
Gerade noch freut ihr euch darüber, dass ihr schuldenfrei seid und geht zu Tom Nook, schon bietet er euch einen Ausbau an.
Wenn ihr die Rechnung erhaltet seid ihr garantiert nicht mehr so froh ;)
Mit einem größeren Haus habt ihr auch mehr Platz für Möbel und Kleidung.
Auch von der Kleidung gibt es eine riesen Auswahl, so könnt ihr täglich ein anderen Design zur Schau tragen.
Auch eure Nachbarn haben natürlich genug Kleider und Schirme und räumen ihr Haus um.
Ihr seid also nicht alleine.
In einer Stadt gibt es übrigens 4 leere Häuser für maximal 4 menschliche Spieler, ideal für eine Familie.
Schon beginnt der Wettlauf zum schönsten und größten Haus, an dem sich Tom Nook eine goldene Nase verdient (kleine Info: das letzte Upgrade eures Hauses kostet knapp eine Million Sternies ;) ).
Tom Nook investiert das Geld in seinen Laden und bietet euch so nach und nach mehr Artikel auf einer größeren Verkaufsfläche an.

Aber warum macht es Spaß Tag für Tag zu buddeln, fischen, Briefe zu schreiben und Botengänge für die lieben Nachbarn zu machen?
Der wichtigste Punkt ist wohl die Tatsache, dass immer etwas neues passiert.
Heute war Schwarz-Markt, vorgestern hat die Pilz-Saison angefangen usw.
Es passiert fast jeden Tag etwas Besonderes.
Auch die Bewohner eurer kleinen Stadt ziehen hin und her und so lernt ihr viele der mehr als 100 verschiedenen Charaktere kennen.
Ein unglaublich packendes Feature ist es, dass es fast unendlich viele Gegenstände gibt, die man natürlich alle sammeln will.
Allein die Komplettierung des Museums oder das fangen aller Fische dauert Monate, wird aber nie langweilig.
Besonders stolz bin ich auf den Fang dreier Quastenflosser :D
Von den zappelnden Gyroiden gibt es geschätze 256, von den NES-Spielen hab ich bisher 7 Stück und die Kleidungs- und Möbelvielfalt ist schier unendlich.
Leben in eurer Stadt auch noch andere menschliche Spieler könnt ihr euch Nachrichten hinterlassen, Briefe schreiben oder Items tauschen.
Hat ein Freund seine eigene Stadt könnt ihr mit eurer Figur diese auch besuchen.
Dort gibt es dann neue Leute, andere Früchte und viele neue Items.
Wer einen GBA samt passendem Kabel hat wird am Strand einen Seemann finden.
Vertraut nicht der verwirrten Möwe, die manchmal angeschwemmt kommt!
Der richtige Seemann ist Grün, mag Gurken und bringt euch zu einer kleinen Insel, die ihr euch auch auf den GBA laden und mit den Freunden tauschen könnt.
Dort könnt ihr euch einen Sonnenbrand und Kokosnüsse einfangen.
Angeblich findet man dort auch neue Insekten und Fische.
Wie jede richtige Insel gibt es auch hier einen Eingeborenen mit dem man so einige lustige Dinge anstellen kann, die ich hier aber nicht verraten möchte.

Animal Crossing bietet wirklich eine Menge, wer es nicht selber gespielt hat, wird es nicht glauben.
Leider kann ich die technischen Aspekte nicht außen vor lassen.
Aniaml Crossing war ein Launch-Titel des Gamecubes der es jetzt nach 3 Jahren auch nach Europa geschafft hat.
Die Übersetzung ist durchweg gelungen, ein 60Hz Mode fehlt, würde bei der Grafik aber auch nicht viel bringen.
Die Grafik…
Sie dürfte wohl mit dem Sound der größte Minuspunkt des Spiels sein, mal abgesehen davon, dass manche Menschen sicherlich ein festes Ziel und mehr Action vermissen werden.
Vielen wird bei der Grafik direkt folgendes in den Sinn kommen: „Ist das nicht N64 Grafik!?“.
Und ja, Animal Crossing lief damals als Animal Forrest auf dem N64.
Seitdem hat sich nicht viel an Grafik und Sound getan.
Wer den kindlichen Stil nicht sofort verurteilt wird auch einige Details entdecken und auch die Musikstücke unterstützen das ruhige Gameplay.
Nur leider ist die Präsentation einfach nicht mehr zeitgemäß.
Richtige Gamer lassen sich davon aber nicht ablenken, denn Animal Crossing ist eines der innovativsten Games der letzen Jahre.
Man kann täglich 1-2 Stunden in seiner Stadt verbringen, denn es gibt immer was zu tun.
Besonders freue ich mich schon auf Halloween :D
Tom Nook hat sein Sortiment jetzt schon um Bonbons erweitert.
Zu Weihnachten werde ich wohl noch einen Nachtest schreiben, da ich nach knapp einem Monat täglichen Zockens noch fast nichts gesehen hab und meine Liste der Fische und Insekten noch große Lücken hat.
Und es wird bestimmt noch sehr viel passieren in der nächsten Zeit, zB findet man jetzt schon im Kalender einige Feste wie das Sportfest, Angelwettbewerbe und vieles mehr.
Tom Nook verlangt auch noch 800.000 Sternies von mir.
Hab ich sie aber abgezahlt, schenkt er mir eine Statue :)

Animal Crossing ist nicht durchweg empfehlenswert, macht aber durch die Vielfalt an Items und Ereignissen viel Spaß.
Wer mit der Grafik zurechtkommt und einige entspannte Stunden auf dem Sofa verbringen möchte sollte zugreifen.

- Blizzard
Pro - Kontra Wertung
Pro
  - Riesige Anazhl an Gegenständen
  - Über 100 Charaktere
  - Gratis 59er Memcard
  - NES-Spiele
  - Viele Feste/Ereignisse
Kontra
  - Veraltete Grafik/Sound
Spielspaß Singleplayer 44 /  50 Punkte
  Multiplayer 45 /  50 Punkte
Grafik   6 /  20 Punkte
Sound   9 /  15 Punkte
Steuerung   13 /  15 Punkte
Insgesamt Singleplayer 72 / 100 Punkte
  Multiplayer 73 / 100 Punkte
Spielspaß:
Singleplayer 72% 
Multiplayer 73% 
Titel Animal Crossing
System Gamecube
Genre Simulation
Release JP 14.12.2001
Release US 15.09.2002
Release EU 24.09.2004
Entwickler Nintendo
Publisher Nintendo
USK ab 0
Multiplayer 1
Spieler 1 - 4
Sprache Europäisch
Speicherplatz 57+ Blöcke
Spielstände 1 Stadt / 4 Häuser
Schwierigkeitsgrad Leicht
GCN-GBA Link Vorhanden
Screenshots










© 2003-2005 Florian Esser